Video-Schmerzkonferenz für DGS-Mitglieder

In Rheinland-Pfalz findet regelmäßig unter der Leitung von Dr. med. A. Ensgraber, Leiter des Regionalen DGS-Zentrums Trier, Dr. med. J. Emrich und San Rat Dr. med. Oliver M.D. Emrich, Leiter des Regionalen DGS-Zentrums Ludwigshafen eine Video-Schmerzkonferenz statt.

Die nächste interdisziplinäre Online Video-Schmerzkonferenz findet am Montag, 03.08.2020 um 18:00 Uhr. Anmeldeschluss ist der 30. Juli 2020.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Video-Schmerzkonferenz ist die DGS-Mitgliedschaft. Weitere Infos und den Link zur Anmeldung finden Sie im internen Mitgliederbereich.

Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie die Mitgliedschaft hier beantragen: 
Beantragung DGS-Mitgliedschaft 

 

S1-Leitlinie der DGS 

Palliativmedizin in der Corona Pandemie


In Anlehnung an die Vorgaben des Nationalen Ethikrates vom 27. März 2020 wurde diese Handlungsempfehlung für Patienten mit palliativem Versorgungsbedarf erstellt. Sie soll die Begleiter unserer Patienten – die Ärzte wie auch die Pflegenden – in den individuellen Entscheidungen zur Behandlung von Patienten mit palliativem Versorgungsbedarf und einer COVID-19-Erkrankung unterstützen.

S1-Leitlinie der DGS als PDF

 

Telefonaktion mit dem DGS-Vorstand

Schmerzmedizinische Behandlung in Zeiten von Coronavirus


Vorstandsmitglieder der DGS stehen DGS-Mitgliedern am Telefon Rede und Antwort.
Es gibt viele Fragen zur aktuellen Situation in der Praxis. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS) bietet ihren Mitgliedern immer mittwochs eine Telefon-Hotline von 11-12 Uhr an.
DGS-Mitglieder richten ihre Fragen direkt an den DGS-Vorstand.

Am Mittwoch, 15. Juli 2020von 11-12 Uhr beantwortet Dr. med. Johannes Horlemann, Präsident der DGS -  Ihre Fragen.



Mehr Details

 

DGS-Hotline – Telefonaktion mit dem DGS-Vorstand.
Die seit dem 08. April 2020 neu angebotene Telefonaktion mit dem DGS-Vorstand erfreut sich bei den DGS-Mitgliedern großen Zuspruchs. Aus der Vielzahl von Anrufen bilden wir ein aktuelles Thema ab.

Warum eine eigene Leitlinie zu Ethischen Fragestellungen in der Palliativmedizin bei Covid 19 Infektionen?

Thema am 06. Mai mit Norbert Schürmann:

Der Focus unserer Leitlinie richtet sich dabei auf die Autonomie der Patienten,  den Willen und  die Wünsche der Patienten umzusetzen. Gerade bei älteren und schwerstkranken Patienten sind Patientenverfügungen und Willenserklärungen wichtiger Bestandteil der der Palliativen Kultur. Der Patient sollte selber entscheiden dürfen ob er Handlungsmaßnahmen annimmt oder ablehnt, und das immer ob Pandemie, Krebserkrankung oder sonstige schwerst verlaufende Erkrankungen.

 Das Alter stellt für sich alleine keine Begründung für eine Behandlungsrestriktion dar.

Wie unterscheidet sich die Leitlinie zu der der DGP und DG für Pulmologie?

Die Leitlinie der DGP/DG Pulmologie stellt sehr schön die möglichen Medikamentösen und therapeutischen Behandlungsoptionen die wir bei schwerer Dyspnoe und Angst in der akuten Palliativen oder auch sedierenden Phase haben und appliziert werden.

Wir wollten kein Plagiat der guten DGP Leitlinie erstellen. Ich sehe da auch keine Konkurrenz, das Gegenteil ist der Fall, da wir den Schwerpunkt auf die Ethische Fragestellung der Pandemie gelegt haben, ergänzen sich beide Paper sehr gut.

 

 

Handlungsempfehlung zur Akupunktur in Zeiten der Corona-Pandemie

Thema am 29. April mit Dr. med. Silvia Maurer:

Handlungsempfehlung zur Akupunktur in Zeiten der Corona-Pandemie:

Das sollten Patienten bei einem Praxisbesuch beachten:

  • Sie sollten möglichst nur in dringenden Fällen in die Praxis kommen!
  • Bitte tragen Sie einen Mundschutz
  • In dringenden Fällen oder bei akuten Schmerzproblemen werden wir Sie natürlich auch weiterhin persönlich in unserer Praxis behandeln!
  • Bitte bringen Sie möglichst keine Begleitpersonen mit!
  • Bitte benutzen Sie nach Betreten der Praxis den Desinfektionsspender!
  • Wenn Sie Fieber haben, krank sind oder sich krank fühlen, sollten Sie zu Hause bleiben. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt telefonisch, um sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen.
    Kommen Sie DANN bitte nicht in unsere Praxis!
  • In der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen wenden Sie sich bitte unter 116 117 telefonisch immer zuerst an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 
  • Wenn Sie in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren, oder Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten Sie zu Hause bleiben!
    Kommen Sie DANN bitte nicht in unsere Praxis!
  • Sie sollten die generellen Hygieneempfehlungen beachten!
    – Regelmäßig gründlich Hände waschen,
    – Husten- und Niesetikette einhalten,
    – Hände aus dem Gesicht fernhalten.
  • Versuchen Sie generell Abstand (ca. 2m) zu anderen Personen zu halten!
  • Sie sollten enge Sozialkontakte vermeiden, z.B. kein Händeschütteln!
  • Sie sollten möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen!
  • Sie sollten möglichst keinen Aufzug benutzen!

 

Für Ärzte/innen:

Es besteht kein Anlass und keine medizinische Notwendigkeit, auf den Einsatz der Akupunktur zum Wohle der Patienten/innen, in der gegenwärtigen Situation zu verzichten.
Folgendes gilt es zu beachten:

  1. Allgemein: S1 – Handlungsempfehlung zur Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen unter den Bedingungen der Corona-Pandemie
  2. Achten Sie darauf, dass in der gesamten Praxis der Mindestabstand von 2 m gegeben ist.
  3. Die Akupunkturbehandlung bei chron. kranken Patienten dauert 45-60 min, einschließlich Untersuchung und Ruhen der Nadeln von mindestens 20 min. Berechnen Sie dies in ihre Planung mit ein.
  4. Achten Sie auf entsprechende Hygienemaßnahmen vor, während und nach der Akupunktur:
    1. Wisch-Desinfektion der Liegen vor und nach der Akupunktur
    2. Patient/in und Arzt tragen einen Mundschutz
    3. Beachten Sie die Regelungen unter 1)
  5. Vorgehen bei der Akupunktur:
    1. Akupunktur-Sitzungen 1-2 x wöchentlich einplanen
    2. Verbleib der Nadeln bei chron. Erkrankungen mindestens 20 min.
    3. Behandlung findet im Liegen statt

      Handlungsempfehlung als PDF zum Ausdrucken

Schwierigkeiten der schmerzmedizinischen Versorgung im stationären Bereich

Thema am 22. April mit Dr. med. Johannes Horlemann:

Die besonderen Schwierigkeiten der schmerzmedizinischen Versorgung im stationären Bereich wurden mehrfach thematisiert.
In der aktuellen Situation haben Krankenhausträger ambulante Sprechstunden untersagt, sowie stationäre Einrichtungen geschlossen. Gleichzeitig wurden Videokonferenzen und  andere internetbasierte Möglichkeiten, den Kontakt zwischen Patienten und Kollegen aufrecht zu erhalten, aus Angst um die Datensicherheit untersagt. Die betroffenen Schmerzmediziner mussten deshalb alleinig auf eine telefonische Beratung zurückgreifen, mit den damit verbundenen Schwierigkeiten in der Abrechenbarkeit dieser Dienstleistungen.

Den Krankenhausträgern wird angeboten, die modernen Möglichkeiten eines internetbasierten und sicheren Anamnese- u. Diagnostikverfahren wie iDocLive kennenzulernen, um zu vermeiden, dass mit hohem Arbeitsaufwand am Telefon mit Patienten Fragebögen durchgekämmt werden müssen. 

Es wurde besprochen, dass durch den Versand entsprechender Fragebögen im Vorfeld eines Telefontermins eine erhebliche Einsparung von Arbeitsaufwand erzielt werden kann.
Auch ist es möglich, mit der gezielten Auswahl einer geeigneten, mit Servern in Deutschland ausgestatteten Plattform die Sicherheit für videobasierte Beratungen erheblich zu erhöhen. 

Den Geschäftsführern der betroffenen Krankenhäuser wurde angeboten, mit der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. diesbezüglich Kontakt aufzunehmen.
 

Der Einsatz von Onabotulinumtoxin in der Behandlung einer chronischen Migräne in Zeiten von Covid-19

Thema am 15. April mit Dr. med. Astrid Gendolla:

Die Behandlung einer chronischen Migräne mit Onabotulinumtoxin 155-195 IE an 31-39 Injektionsstellen gemäß dem Preemtschema ist seit 2011 zu Lasten der GKV zugelassen.

Der G-BA hat in seinem Beschluss festgelegt, dass für die Behandlung ein Fehlschlagen auf
2 orale Prophylaktika (z.B. Topiramat und Amitriptylin) dokumentiert sein muss und die Behandlung durch ein kontinuierliches Kopfschmerztagebuch begleitet wird.

Leitlinien empfehlen den Einsatz über 3 Zyklen im Abstand von 12 Wochen, dann sollte der Effekt evaluiert werden und die Weiterbehandlung erfolgen, eventuell ein Therapieabbruch (bei Nichtansprechen) oder ein Auslassversuch (bei z.B. Frequenzreduktion von >75%) entschieden werden.


Die Corona-Pandemie stellt Ärzte und Patienten hier nun vor neue Herausforderungen:

Initial sind viele Klinikambulanzen geschlossen worden, so dass Patienten entweder einen unfreiwilligen Behandlungsstopp erlebten oder sich hilfesuchend an Praxen gewandt haben, die weiterhin injizieren.
 

Welche Strategie ist empfehlenswert?
 

  1. Eine wirksame Behandlungsmethode sollte nicht abgebrochen werden.
  2. Patienten werden zu einer „Botox Sprechstunde“ im 15 Minutentakt einbestellt, sofort in die Behandlungszimmer geleitet, um möglichst Kontakte in Wartebereichen zu minimieren.
  3. Die zuständige MFA scannt die Tagebücher ein, bereitet die notwendigen Dokumentationsunterlagen vor, das rekonstituierte Onabotulinumtoxin steht mit dem notwendigen Equipment im Raum.
  4. Die Injektion erfolgt durch den Arzt nach den Empfehlungen des RKI (siehe Empfehlungen der DGS zu Akupunktur durch Dr. Silvia Mauer)
  5. Der Patient erhält den notwendigen Folgetermin und Rezepte im Behandlungszimmer und kann die Praxis verlassen.

Versorgung, Wissenschaft & Forschung

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DGS-Schmerzexperten

Die DGS hat rund 4.000 Mitglieder und ist damit die größte deutsche und europäische Fachgesellschaft in der Schmerzmedizin. Der Gesellschaft gehören bundesweit mehr als 120 regionale DGS-Schmerzzentren an ...weiter

 

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PraxisRegister Schmerz

Das bundesweite Versorgungsforschungsprojekt „PraxisRegister Schmerz“ bietet mit dem Online-Tool iDocLive® allen schmerzmedizinisch interessierten Ärzten die Möglichkeit, Patientenfälle elektronisch zu erfassen ...weiter

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DGS-PraxisLeitlinie

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) definiert sich als Vertretung einer „best practice“, also einer patientenzentrierten Versorgung. Sie entwickelt PraxisLeitlinien, die eine Hilfestellung in der konkreten Betreuung von Schmerzpatienten bieten. ...weiter


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DGS-Flyer

Eine zukunftsorientierte Schmerzmedizin zählt zu den großen Herausforderungen künftiger Gesundheitspolitik. 23 Millionen Menschen leiden allein hierzulande an chronischen Schmerzen. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) arbeitet als medizinische und versorgungsgestaltende Fachgesellschaft intensiv an ...weiter

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Veranstaltungskalender

Um den Austausch und die Vernetzung aller Beteiligten zu fördern und die Qualität in der Versorgung durch eine moderne Schmerztherapie zu verbessern, bietet die DGS ein umfangreiches Fortbildungsprogramm an. Hier geht es zur Veranstaltungsübersicht ...weiter

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DGS-Mediathek

Hier finden Sie Podcasts, Interviews, Fotos und weitere Publikationen der DGS ...weiter


Pressemitteilungen

Berlin, 22. Juni 2020. Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag findet vom 21. bis 25. Juli 2020 online statt. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. führt ihren Kongress erstmalig virtuell durch. Das wissenschaftliche Programm ist unter www.dgschmerzmedizin.de/kongresse/deutscher-schmerz-und-palliativtag/programm verfügbar. Schwerpunktthema des Online-Kongresses ist – wie ursprünglich für den Präsenzkongress geplant – die schmerzmedizinische Versorgung älterer Menschen. Den Auftakt ...

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Berlin, 10. Juni 2020. In ihrem aktuellen Positionspapier fordern die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und die Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL) die Anerkennung von Nicht-Psychologen in der Psychoonkologie. Denn die psychoonkologische Betreuung von Patienten gehe über ...

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Berlin, 19. Mai 2020. In Anlehnung an die Empfehlungen des Nationalen Ethikrates hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) eine S1-Leitlinie zur palliativmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten entwickelt. Kernthese der Handlungsempfehlung für Ärzte und Pflegende ist, dass eine Entscheidung für oder gegen intensivmedizinische Maßnahmen nicht aufgrund ...

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