Schmerzschrittmacher: Hoffnung für chronische Schmerzpatienten

Schmerztherapie bei komplexen Krankheitsbildern wird individueller. Multimodale Behandlung und neueste intelligente Schrittmachertechnologie ermöglichen Schmerzlinderung.

München, 7.11.2025 – Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen und die komplexen Krankheitsbilder nehmen stetig zu. Wenn klassische Behandlungen nicht ausreichen, können Schmerzschrittmacher – medizinisch auch Neuromodulationsverfahren genannt – eine wirksame Alternative sein. Diese Geräte funktionieren ähnlich wie Herzschrittmacher und senden elektrische Impulse an Nerven, um die Schmerzwahrnehmung zu verändern, ohne die Nerven zu schädigen. Die Zukunft dieser Therapie liegt in der intelligenten Anpassung an den Patienten. Während herkömmliche Systeme kontinuierlich gleichmäßige Impulse senden, können moderne Systeme körpereigene Signale in Echtzeit messen und die Behandlung individuell anpassen.

Die Schmerzschrittmacher-Therapie kommt als Monotherapie zum Einsatz, wenn alle konservativen und invasiven Verfahren versagen, etwa beim Persistierenden Spinal Pain Syndrom (PSPS), einer chronischen Schmerzerkrankung, die auch nach Wirbelsäulenoperationen bestehen bleibt. Neu und besonders interessant ist der kombinierte Einsatz als multimodale Schmerztherapie, bei der Schmerzschrittmacher z.B. mit Cannabinoiden oder Capsaicin-Pflastern ergänzt werden können. Damit lassen sich auch komplexe Krankheitsbilder wie die diabetische Polyneuropathie besser behandeln.

Das zeigt exemplarisch der Fall von Michael Z., 48, Medizintechniker aus München. Seine Nervenschmerzen wurden durch eine Diabetes-bedingte Polyneuropathie ausgelöst. Nach jahrelangen Schmerzen, in denen klassische Schmerzmittel kaum halfen und Opiate mit starken Nebenwirkungen wie Konzentrationsproblemen belasteten, konnte er dank einer Kombination aus Schmerzschrittmacher und einer Cannabinoidtherapie seine Schmerzen deutlich lindern. Michael Z. wird zusammen mit seinem behandelnden Arzt Dr. Richard Ibrahim bei der Pressekonferenz am 14.11.2025, 11 Uhr im Rahmen des Innovationsforums der DGS über seine Erfahrungen berichten und Ihre Fragen beantworten.

>>> Über das Innovationsforum der DGS <<<

Das Innovationsforum der DGS findet am 14./15.11.2025 im Münchner H4-Hotel statt. Die Fachveranstaltung steht unter dem Motto „Schmerzmedizin konservativ – invasiv – neuromodulativ“ und richtet sich an Fachärzte und Schmerzmediziner ebenso wie an ALFAs, Pain Nurses, Apotheker und pharmazeutisches Fachpersonal. Das zweitägige Programm verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisorientierte Workshops und interdisziplinären Austausch. Schwerpunkte sind Kopf- und Rückenschmerzen, Cannabistherapie, Schlafmedikation und neuromodulative Verfahren. Zum Innovationsforum sind Pressevertreter herzlich eingeladen. Die Pressekonferenz findet am 14.11.2025, 11 Uhr im Raum Alois statt, wo neben Dr. Ibrahim und Herrn Z. auch Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin sprechen wird. Wir freuen uns sehr, auf der Pressekonferenz zwei Spendenschecks in Höhe von jeweils 3.000 Euro an das Hospiz Tecklenburger Land und die Deutsche Schmerzliga zu überreichen.

Weitere Informationen:https://www.dgschmerzmedizin.de/kongresse/innovationsforum-der-dgs/

>>> Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) <<<

Die DGS ist mit 4.013 Mitgliedern und 121 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Schmerzpatienten – durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Mit Veranstaltungen wie dem Innovationsforum 2025 oder den Deutschen Schmerz- und Palliativtagen vom 19-21. März 2026 will die DGS praxisnahe Impulse setzen, den interdisziplinären Austausch fördern und die stetige Weiterentwicklung der Schmerz- und Palliativmedizin vorantreiben.