Kongress-Highlight | Landeszentrum Niedersachsen und Bayern präsentieren: DGS-DSL-Symposium: Podiumsdiskussion Ärztlich assistierter Suizid

Fr,  20.03.2026, 14:00–15:30 Uhr | Raum: Harmonie A+B+C | 3 Vorträge + Diskussion

Seit dem BVerfG-Urteil 2020 zum Aufheben des Verbots der Suizidhilfe nach § 217 StGB steigen assistierte Suizide: 2024 wurden ca. 977 Fälle registriert, für 2025 schätzt die DGHS über 2.000 – mehr als jeder zehnte Suizid in Deutschland ist mittlerweile assistiert. Immer mehr Palliativpatienten äußern den Wunsch nach ärztlich assistiertem Suizid als Ausdruck selbstbestimmten Sterbens, insbesondere bei unheilbaren Erkrankungen mit starkem Kontrollverlust und Leid. Dies wirft rechtliche, ethische und praktische Fragen auf: Ärzte benötigen Handlungssicherheit bei der Prüfung freier Willensfähigkeit sowie Orientierung angesichts aktueller Tendenzen zu gesetzlichen Einschränkungen.

Unter Vorsitz von Dr. Carsten Brau (Kongresspräsident, DGS-Landeszentrum Niedersachsen) und Dr. Michael A. Überall (DGS-Exzellenzzentrum Nürnberg) sprechen Dr. Matthias Thöns (Palliativnetz Witten) aus palliativmedizinischer Sicht, Martin Splett (Bistum Osnabrück) zu ethisch-spirituellen Aspekten sowie Prof. Robert Roßbruch (DGHS e.V.) über selbstbestimmtes Sterben als Grundrecht für Alle. Im anschließenden Panel bringt auch Prof.  Sven Gottschling (DGS-Landeszentrum Saarland) die Perspektive der Kinderpalliativmedizin ein.

Melden Sie sich gerne hier zum Kongress an!