Fr, 20.03.2026, 8:30–10:00 Uhr | Raum: Harmonie A+B+C | 2 Vorträge
Schlafstörungen sind häufige Begleiterscheinungen bei chronischen Schmerzpatienten: Bis zu 75% leiden darunter, und eine Nacht mit unter 6 Stunden Schlaf erhöht die Schmerzempfindlichkeit um bis zu 32%. Die Probleme verstärken sich bidirektional – Schlafstörungen fördern chronische Schmerzen, chronische Schmerzen wiederum Schlafstörungen –, was einen Teufelskreis schafft, der Therapie erschwert und Lebensqualität mindert. Neurobiologische Mechanismen wie Toxinansammlung im Gehirn oder eine gestörte Thalamus-Barriere spielen eine zentrale Rolle.
Unter Vorsitz des DGS-Präsidiums – Dr. Richard Ibrahim (Präsident, Landeszentrum Bayern), Dr. Jan-Peter Jansen (Vizepräsident, Landeszentrum Berlin) und Ingo Ostgathe (Vizepräsident) – beleuchtet das Symposium neurobiologische Mechanismen, klinische Relevanz und Therapieansätze. Walter Magerl (Universität Mannheim) gibt in seinem Vortrag einen Überblick über neurobiologische Mechanismen der bidirektionalen Schmerz-Schlaf-Beziehung, diagnostische Strategien und evidenzbasierte Therapien. Ingo Fietze (Charité Berlin) spricht über die medikamentösen Dualtherapie der Schlaf- und Schmerzmedizin.
